INFORMATIONSSICHERHEIT
Informationssicherheit muss Teil der Architektur sein.
Informationen bewegen sich zwischen Nutzern, Prozessen, Dokumenten, KI-Diensten und Unternehmenssystemen. In jeder Phase muss klar sein, wer in welchem Kontext und nach welchen Regeln zugreifen darf und wie Handlungen nachweisbar bleiben.
ALTAIR integriert Informationssicherheit von Beginn an in DMS/ECM, elektronische Akten, Prozesse, Integration und Automatisierung.
- Identität & Zugriff
- Prozesskontrollen
- Integrität & Auditierbarkeit
- Sichere Integration
- Betriebliche Resilienz
SICHERHEIT VON ANFANG AN
Sicherheit ist keine separate Schicht kurz vor dem Go-live.
Sicherheitsanforderungen prägen Identität, Zugriff, Rollen, Protokollierung, Vertraulichkeit, Integrität, Integration, Änderung, Wiederherstellung und langfristiges Vertrauen. Sie gehören in Informationsmodell, Prozessdesign, Integrationsarchitektur und Betriebsmodell.
IDENTITÄT UND ZUGRIFF
Die richtige Information für die richtige Person – im richtigen Kontext.
Zugriff hängt von Identität, Rolle, Verantwortung, Prozess- und Organisationskontext, Klassifizierung und Prozessstatus ab. Je nach Umgebung kommen zentrale Identitäten, SSO, MFA, Gruppen, Rollen und granulare Rechte zum Einsatz. Nutzer erhalten nur, was ihre Verantwortung erfordert.
VERANTWORTUNG UND AUDITIERBARKEIT
Zugriff zu steuern reicht nicht. Er muss auch nachweisbar sein.
Ein sinnvoller Audit verbindet Identität, Zeit und Operation mit Dokument, Metadatenänderung, Prozessschritt, Freigabe, Entscheidung, Rechteänderung oder Systemübergabe. Er liefert Prozessnachweise statt kontextloser Logmengen.
DOKUMENTINTEGRITÄT UND VERTRAUEN
Ein elektronisches Dokument muss langfristig vertrauenswürdig bleiben.
Herkunft, Versionshistorie, gültige Version, Autor oder Freigebender, Ereigniszeit, Metadaten, Beziehungen und Prozesskontext erhalten die Bedeutung. Signaturen, Siegel und Zeitstempel gehören in den Lebenszyklus. eIDAS ist ein regulatorischer Rahmen, keine Zertifizierungsaussage.
SICHERHEIT IN GESCHÄFTSPROZESSEN
Sicherheitsregeln müssen innerhalb des Prozesses funktionieren.
Funktionstrennung, mehrstufige Freigabe, phasenabhängiger Zugriff, Pflichtfeldprüfung, Entscheidungs-Audit, Ausnahmeeskalation sowie kontrollierter Abschluss, Aufbewahrung oder Löschung lassen sich im Workflow durchsetzen. Automatisierung unterstützt Kontrolle und Effizienz.
SICHERE INTEGRATION
Informationen müssen auch zwischen Systemen geschützt bleiben.
DMS, ERP, Fachanwendungen, Portale, Identitäten, Datenbanken, Office und KI benötigen Systemauthentifizierung, minimale Datenfreigabe, geschützte Kommunikation, Rechtezuordnung, Fehlerprotokollierung und Ausfallbehandlung. Auch Bedeutung und Legitimität des Austauschs sind zu schützen.
KI UND INFORMATIONSSICHERHEIT
KI darf das Sicherheitsmodell der Organisation nicht umgehen.
Enterprise Document AI muss zugelassene Dokumente, Nutzerrechte, sensible Daten, Verarbeitungsort, Aufbewahrung, Mandantentrennung, Audit und menschliche Prüfung beachten. KI gehört in eine gesteuerte Informationsumgebung.
INFORMATIONSLEBENSZYKLUS
Sicherheit verändert sich mit dem Informationslebenszyklus.
Erstellung legt Herkunft, Klassifizierung und Zugriff fest; Bearbeitung steuert Workflow, Änderungen, Versionen und Verantwortung; Austausch kontrolliert Empfänger und Zweck; Aufbewahrung schützt Kontext, Integrität und Audit; Archivierung oder Löschung folgt relevanten Regeln.
RESILIENZ UND KONTINUITÄT
Sicherheit umfasst auch die Fähigkeit, den Betrieb fortzusetzen.
Je nach Umgebung können Sicherung, Wiederherstellung, Verfügbarkeit, Monitoring, Diagnose, kontrollierte Konfiguration und Updates, Dokumentation, Abhängigkeiten, Incident Management, Disaster Recovery und Kontinuität erforderlich sein. Der Umfang richtet sich nach Information und Prozess.
CLOUD, ON-PREMISES UND HYBRID
Das Sicherheitsmodell muss der tatsächlichen Architektur entsprechen.
On-Premise, Private oder Public Cloud und hybride Umgebungen verteilen Verantwortung unterschiedlich. Entscheidend ist eindeutige Verantwortung für Identität, Daten, Anwendungen, Infrastruktur, Betrieb und Wiederherstellung – nicht das Etikett der Umgebung.
STANDARDS UND REGULIERUNG
Regulierung und Standards werden zu Architekturanforderungen.
Relevant sein können ISO/IEC 27001, 27017 und 27018, GDPR, eIDAS oder NIS2 sowie nationale Anforderungen. Das sind Standards oder Regulierung, keine Liste von ALTAIR-Zertifizierungen; rechtliche Konformität hängt vom tatsächlichen Lösungs- und Organisationsumfang ab.
SICHERHEIT UND INFORMATIONSGOVERNANCE
Information zu schützen heißt, ihre Bedeutung zu verstehen.
Informationen unterscheiden sich in Wert, Sensibilität, Eigentum, Lebenszyklus und Schutzbedarf. Information Governance klärt Bestand, Zweck, Verantwortung, Nutzung und notwendige Verfügbarkeit und Vertrauenswürdigkeit. Ohne diesen Kontext lässt sich Technologie sichern, die richtige Information aber schwerer angemessen schützen.
